FENa Rechner
Berechnen Sie die fraktionelle Natriumexkretion (FENa) mit schrittweiser Formelaufschlüsselung, klinischer Interpretation und visuellem Diagnoseleitfaden zur Beurteilung akuter Nierenschäden.
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FENa Rechner
Willkommen beim FENa-Rechner, einem professionellen klinischen Werkzeug zur Berechnung der fraktionellen Natriumexkretion mit einer schrittweisen Formelaufschlüsselung und klinischen Interpretation. Die FENa ist ein wertvoller diagnostischer Test zur Unterscheidung zwischen prärenaler Azotämie und intrinsischer Nierenerkrankung bei Patienten mit akutem Nierenversagen (AKI). Dieser Rechner liefert sofortige Ergebnisse mit detaillierten klinischen Hinweisen.
Was ist FENa (fraktionelle Natriumexkretion)?
Die fraktionelle Natriumexkretion (FENa) ist der Prozentsatz des gefilterten Natriums, der letztendlich im Urin ausgeschieden wird. Sie misst, wie gut die Nieren Natrium im Verhältnis zur Filtration von Kreatinin verarbeiten, und gibt Aufschluss über die Tubulusfunktion und die Ursache eines akuten Nierenversagens.
In einer normal funktionierenden Niere wird weniger als 1 % des gefilterten Natriums ausgeschieden, da die Tubuli den größten Teil des gefilterten Natriums zurückresorbieren. Wenn die Nierendurchblutung abnimmt (prärenaler Zustand), versuchen die Nieren, Natrium noch aggressiver zu konservieren, was zu sehr niedrigen FENa-Werten führt. Wenn jedoch die Tubuli geschädigt sind (intrinsische Nierenerkrankung), verlieren sie die Fähigkeit, Natrium effektiv zurückzuresorbieren, was zu höheren FENa-Werten führt.
FENa-Formel
Wobei:
- UNa = Natriumkonzentration im Urin (mEq/L)
- PCr = Plasma- (Serum-) Kreatininkonzentration
- UCr = Urin-Kreatininkonzentration
- PNa = Plasma- (Serum-) Natriumkonzentration (mEq/L)
So verwenden Sie diesen Rechner
- Proben entnehmen: Gewinnen Sie gleichzeitige Urin- und Blutproben für Natrium- und Kreatininmessungen.
- Urin-Natrium eingeben: Geben Sie die Urin-Natriumkonzentration in mEq/L ein (entspricht mmol/L).
- Plasma-Natrium eingeben: Geben Sie die Serum-/Plasma-Natriumkonzentration in mEq/L ein.
- Kreatininwerte eingeben: Geben Sie sowohl Urin- als auch Plasma-Kreatinin in der gleichen Einheit ein (mg/dL oder μmol/L).
- Berechnen und interpretieren: Überprüfen Sie das FENa-Ergebnis und die klinische Interpretation für Ihren Patienten.
Klinische Interpretation
| FENa-Wert | Interpretation | Häufige Ursachen |
|---|---|---|
| < 1% | Prärenale Azotämie Nieren halten Natrium als Reaktion auf verminderte Durchblutung angemessen zurück |
Hypovolämie, Herzinsuffizienz, hepatorenales Syndrom, NSAID-Gebrauch, Nierenarterienstenose |
| 1 - 2% | Unbestimmt Erfordert klinische Korrelation und zusätzliche Tests |
Frühe ATN, Kontrastmittelnephropathie, Myoglobinurie, Teilobstruktion |
| > 2% | Intrinsische Nierenerkrankung Tubulusschädigung verhindert angemessene Natriumrückresorption |
Akute Tubulusnekrose, akute interstitielle Nephritis, Glomerulonephritis |
Einschränkungen der FENa
- Diuretika: FENa ist bei Patienten, die Diuretika einnehmen, unzuverlässig, da diese die Natriumausscheidung unabhängig vom Nierendurchblutungsstatus erhöhen.
- Chronische Nierenerkrankung: Patienten mit CKD können eine erhöhte FENa-Baseline haben.
- Nicht-oligurisches Nierenversagen: FENa kann bei nicht-oligurischem akutem Nierenversagen weniger zuverlässig sein.
- Kontrastmittel: Kürzliche Kontrastmittelgabe kann die Ergebnisse beeinflussen.
- Glykosurie: Das Vorhandensein von Glukose im Urin kann die Natriumverarbeitung verändern.
Ziehen Sie bei Patienten, die Diuretika einnehmen, stattdessen die fraktionelle Harnstoffexkretion (FEUrea) in Betracht, da die Harnstoffverarbeitung weniger von Diuretika beeinflusst wird. Eine FEUrea < 35 % deutet auf eine prärenale Erkrankung hin.
Normalwerte (Referenzbereiche)
- Urin-Natrium: 40-220 mEq/L (variiert je nach Ernährung und Hydratation)
- Plasma-Natrium: 136-145 mEq/L
- Urin-Kreatinin: Variabel (abhängig von Muskelmasse und Hydratation)
- Plasma-Kreatinin: 0,7-1,3 mg/dL (Männer), 0,6-1,1 mg/dL (Frauen)
Häufig gestellte Fragen
Was ist FENa (fraktionelle Natriumexkretion)?
Die FENa (fraktionelle Natriumexkretion) ist der Prozentsatz des gefilterten Natriums, der im Urin ausgeschieden wird. Sie hilft bei der Unterscheidung zwischen prärenaler Azotämie (FENa < 1 %) und intrinsischen Nierenerkrankungen wie der akuten Tubulusnekrose (FENa > 2 %). Die Formel lautet: FENa = (UNa × PCr) / (UCr × PNa) × 100 %.
Was bedeutet eine FENa von weniger als 1 %?
Eine FENa von weniger als 1 % deutet auf eine prärenale Azotämie hin. Dies zeigt an, dass die Nieren angemessen auf einen verminderten Blutfluss reagieren, indem sie Natrium zurückhalten. Häufige Ursachen sind Hypovolämie, Herzinsuffizienz, hepatorenales Syndrom und Nierenarterienstenose. Die Behandlung konzentriert sich auf die Wiederherstellung einer ausreichenden Nierendurchblutung.
Was deutet eine FENa von mehr als 2 % an?
Eine FENa von mehr als 2 % deutet auf eine intrinsische Nierenerkrankung hin, typischerweise eine akute Tubulusnekrose (ATN). Dies weist darauf hin, dass die Nierentubuli geschädigt sind und die Fähigkeit zur angemessenen Natriumrückresorption verloren haben. Häufige Ursachen sind ischämische ATN, nephrotoxische Medikamente, akute interstitielle Nephritis und Glomerulonephritis.
Wann sollte FENa nicht angewendet werden?
Die FENa hat Einschränkungen und sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die Diuretika einnehmen (da diese die Natriumausscheidung unabhängig von der Ursache erhöhen), bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD), bei nicht-oligurischem akutem Nierenversagen oder bei Vorliegen von Glykosurie oder Kontrastmitteln. In diesen Fällen kann die FEUrea zuverlässiger sein.
Wie lautet die FENa-Formel?
Die FENa-Formel lautet: FENa (%) = (UNa × PCr) / (UCr × PNa) × 100. UNa = Urin-Natrium (mEq/L), PCr = Plasma-Kreatinin, UCr = Urin-Kreatinin, PNa = Plasma-Natrium (mEq/L). Die Kreatininwerte müssen in derselben Einheit vorliegen, um eine genaue Berechnung zu gewährleisten.
Zusätzliche Ressourcen
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Vom miniwebtool-Team. Aktualisiert: 01. Feb. 2026